AUCH DIE LÄNGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT

Die Bürgergesellschaft braucht viele „Veränderer“, die mit Lust und Tatkraft Verantwortung übernehmen und Anfänge wagen. Um andere zu gewinnen, müssen sie ein Klima von Akzeptanz, Wertschätzung und Ermutigung um sich herum schaffen. Solche Menschen, die gerne Neues wagen, selbstkritisch Eigenes überprüfen und Durchhaltevermögen zeigen, sind „leader“. Das englische Wort Leadership macht deutlich, dass diese Eigenschaften auch gelernt werden können. Dazu braucht es Vorbilder, Selbsterfahrung, einen systemtheoretischen Hintergrund und geeignete Trainingsprogramme. 

Im WASAN Project hat die Breuninger Stiftung 20 junge Führungskräfte aus 10 verschiedenen Nationen und aus allen Sektoren der Gesellschaft eingeladen, sich mit Kooperation, Leadership-Konzepten und modernen Trainingsprogrammen auseinander zu setzen. Die Herausforderung für die Teilnehmer bestand darin, den Transfer dieser Lernerfahrungen auf ihre persönliche Führungsaufgabe in Schulen, Non-Profit Organisationen und Unternehmen zu leisten.

Anlässlich der Finanzkrise fokussieren wir unseren Forschungsschwerpunkt „Leadership“ auf „Leadership in Krisensituationen“ und starten noch in diesem Sommer eine erste Pilotstudie mit Chefinnen von mittelständischen Familienunternehmen. Frauen reagieren in Belastungssituationen deutlich emotionaler, aber auch differenzierter und vernetzter als Männer, die auf die Gefahr des Scheiterns stärker mit Verdrängung von Belastung reagieren. Frauen sind zwar gefährdet, rascher Angst- und Depressionssymptome zu entwickeln. Sie sind aber auch gleichzeitig zugänglicher für Beratungsangebote. Deshalb erproben wir die Wirksamkeit des Ansatzes von Leslie Greenberg zunächst mit dieser Zielgruppe in der Hoffnung, den beteiligten Frauen die emotionale Stabilität zu verleihen, die notwendig ist, um erfolgreiche Entscheidungen zu treffen.